Ausgangspunkt der Gespräche waren zunächst die Erkenntnisse aus dem Besuch des Nahwärmenetzes in Elzach im vergangenen September. Dort haben wir die Erfolgsfaktoren für das Gelingen der Einführung der Nahwärme erfahren: Engagement, Unterstützung Verwaltung/Politik, Attraktives Angebot und Wärmedichte. Letztere ist in Hochdorf durchaus vergleichbar. Die anderen Faktoren sind in der Ortschaft deutlich ungünstiger ausgeprägt: Personen, die über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren den Prozess vorantreiben, fehlen – trotz allem Engagement aus der Bürgerschaft.
Die Stadt richtet aktuell ihre Kräfte in den Ausbau der Fernwärme in den dichter bebauten Kernregionen. In Hochdorf, mit seiner lockereren Bebauung in der städtischen Peripherie gelegen, ist laut Wärmeplan bevorzugt für die dezentrale Wärmeversorgung (Wärmepumpe, Pelletheizungen). In diesem Umfeld ist Unterstützung von Verwaltung und Politik für ein Fern- oder Nahwärmenetz
nur mit sehr hohen Vorleistungen der Bürger und einem ebenso aufwändigen Weg auf politischer Seite möglich. Auch ist eine nachhaltige Energiequelle in Hochdorf nicht so naheliegend wie es der Wald in Elzach ist, aus dem Hackschnitzel produziert werden.
Zusammenfassend: Für ein Nahwärmenetz für die gesamte Ortschaft sind die Erfolgsfaktoren überwiegend ungünstig.
Gibt es Ansatzpunkte für kleinere Nahwärmeinseln in Hochdorf? Diese Fragestellung wurde in einem zweiten Gesprächsblock bearbeitet auf Basis eines Konzeptes aus München, welches die Teilnehmenden gemeinsam durchgingen (siehe Abschnitt „Unterlagen“). Die Landeshauptstadt unterstützt private Projekte grundwassergestützter Nahwärme unterschiedlicher Größenordnung mit verschiedenen Leistungen und Förderungen. Die Gruppe ist sich einig, dass solche kleinräumigen nachbarschaftsorientierten Projekte eher für Hochdorf passen. Der Wärmeplan sieht auch solche Möglichkeiten in Hochdorf. Hierfür benötigt es einen rechtsverbindlichen Zusammenschluss von Nachbarn. Die Unterstützung durch die Stadtverwaltung kann über die Initiative begleitet und politisch flankiert werden.
Fazit des Nachmittags: Die Umsetzung eines leitungsgebundenen Nahwärmenetz ist in der Ortschaft sehr schwierig. Die Gruppe hat beschlossen, das Themenfeld künftig nicht mehr zu bearbeiten. Für Nahwärmeinseln gibt es Ansatzpunkte und Konzepte, die hier funktionieren können. Ein Beispiel könnte das Kalt-Nahwärmenetz in Hugstetten sein. Die Initiative wird an diesem Punkte weiterarbeiten.
Unterlagen:
Präsentation zum Besuch des Wärmenetzes in Elzach
Video der Veranstaltung „Nahwärmelösung“ des Netzwerks Saubere Energie München
Auf diesem Weg wird das angestrebte Ziel, ein kostengünstiger Heizungstausch mit hochwertiger Heizanlage mit Wärmepumpe sicher erreicht.
Der Weg zur Heizanlage mit Wärmepumpe wird in kleine Abschnitte, die Trittsteine, zerlegt.
Jeder Trittstein ist eine in sich abgeschlossene Aufgabe und bietet sicheren Halt.
Bei jedem Trittstein werden Werkzeuge z.B. Informationen, Handlungsanleitungen, Vorlagen oder Dienstleistungen zur Verfügung gestellt, die es einfach machen das Ziel zu erreichen.



